Deutscher Teckelklub

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Gruppe Lüneburg

Der Teckel
im Verein

Standardzucht bedeutet nicht Schönheitszucht

aus eine Handzettel des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.)

Die Rassehunde, die Sie auf einer Zuchtschau bewundern können, werden nach einem bei der FCI hinterlegten Standard gezüchtet. Die FCI, das ist die Federation Cynologique Internationale, der Weltverband für Hundezüchter und -sportler, dem auch der VDH als Repräsentant Deutschlands angehört.

Für alle Hunderassen sind dort exakte Beschreibungen hinterlegt, in der die wesentlichen Kriterien aufgeführt sind, die ihre Vertreter erfüllen sollen. Die Anforderungen an Hunde sind je nach Rasse ganz verschieden und abhängig von der heutigen und auch der ursprünglichen Verwendung der Tiere. Dabei spielt das Verhalten der Hunde eine ebenso große Rolle, wie bestimmte körperliche Merkmale. Soll z. B. ein Schäferhund lange und ausdauernd traben können und nötige Gelassenheit bei der Arbeit an der Schafherde mitbringen, so steht z. B. bei einem Windhung die Geschwindigkeit im Vordergrund sowie der absolute Wunsch, das Beutestück zu erwischen. Rassehunde sind in manchen Bereichen absolute Spezialisten, auch wenn sie viele Dinge gemeinsam haben. Ein Rundgang über eine Ausstellung kann Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln.

Was wir als "schön" empfinden, ist abhängig vom Geschmack des Betrachters - Das verdeutlicht das Sprichwort von Eule und Nachtigall. Daher spielt Schönheit bei der Bewertung der Rassehunde im Ring einer Zuchtschau keine Rolle! Im Vordergrund steht der Vergleich des präsentierten Hundes mit dem Standard seiner Rasse, und:

stehen dabei ganz oben auf der Proritätenliste.

Richterarbeit auf dem Mühlenfest

"Frechdachs" auf kurzen Beinen

aus "Champion" vom Januar 1998

Ganz gleich, ob langes, kurzes oder rauhes Fell - der Dackel, auch Teckel oder Dachshund genannt, gehört in Deutschland zu den beliebtesten aller Hunderassen. Und das nicht ohne Grund, denn dieser witzige Vierbeiner ist klein aber oho.

Wer dem Ursprung des Dackels auf die Spur kommen möchte, findet auf Wandgemälden altägyptischer Tempel oder auf Stein- und Gipsabdrücken aus Mexiko, Griechenland, Peru und China Hinweise auf kurzläufige Hunde. Diese Hunde als "Väter" der Teckel heranzuziehen ist etwas weit hergeholt, beweist aber, daß es dieses genetische Phänomen schon immer gegeben hat. In Deutschland sind seit dem Mittelalter kurzläufige, dackelähnliche Hunde für die Jagd unter der Erde bekannt.

Die offizielle Geburtsstunde des Teckels liegt allerdings erst im Jahre 1888. Damals wurde der Deutsche Teckelklub 1888 e.V. gegründet. Im Jahr darauf erschien das erste deutsche Stammbuch für Teckel, das bis heute ununterbrochen geführt wird.

Keinesfalls ein "krummer Hund"

Was einst auf krummen Beinen unter der Erde Dachs und Fuchs jagte, hat heute kurze, gerade, muskulöse Läufe. Krummbeinige Dackel sind laut Standard schon lange unerwünscht. Als allgemein anerkanntes Rassekennzeichen von Förtsters Liebling gilt: "Niedrige, kurzläufige, langgestreckte aber kräftige Gestalt mit derber Muskulatur und keck herausfordernder Haltung des Kopfes mit klugem Gesichtsausdruck..."

Alle Dachshunde sind gesellig, lebhaft, intelligent, anpassungsfähig und verspielt. Als treue Jagdbegleiter eignen sie sich genauso gut wie als liebenswerte Familien- und Begleithunde. Die kleine "Frechdachse" sind eigentlich so richtige Wald-, Feld- und Wiesenhunde, können aber dank ihrer enormen Anpassungsfähigleit auch problemlos in Etagenwohnungen gehalten werden. Vorausgesetzt, sie haben regelmäßig Auslauf und Bewegung. Allzuviel Treppensteigen sollte man allerdings vermeiden, denn es kann dem Rücken schaden.

Hört besser, als sein Ruf besagt.

In der Erziehung ist der Dackel besser als sein Ruf. Zugegeben, der mutige Jäger hat mehr Selbstbewustsein als viele andere Hunde. Das kommt daher, daß er früher als Jagdhund im Dunkel der Fuchs- und Dachsbaue meist auf sich selbst gestellt war. Wenn Sie ihm jedoch mit dem richtigen Einfühlungsvermögen und der entsprechenden Konsequenz begegnen, gibt es wenig, was dem Dackel nicht anzuerziehen ist.

Rassebeschreibung in Schlagwörtern

  1. Herkunft: Deutschland.
  2. Größe und Gewicht
  3. Pflegeaufwand: Er unterscheidt sich je nach Haarart, aber mehr als regelmäßiges Kämmen und bürsten ist meist nicht nötig.
  4. Wesen: mutig, temperamentvoll, raubzeugscharf, wachsam, lebhaft und lernfreudig (sieh auch oben).
  5. Gebrauchstüchtig: hervorragender Jagdhund aber auch treuer Begleithund. Es ist eine konsequente Erziehung erforderlich.
  6. Alter: Der Teckel wird ca. 14 bis 18 Jahre alt.

Rassebeschreibung

Der Teckel ist ein niedriger, kurzläufiger und langgestreckter Hund mit lebhaften Ausdruck und ausgeprägter Muskulatur . Wie oben beschrieben wird er in mehreren Größen und Haararten gezüchtet. Der Kopf ist langgestreckt mit flacher Stirn. Die Augenjochbögen treten kräftig hervor; die Nasenkuppe ist lang und schmal. Straff gespannt sind die Lefzen. Der Fang ist weit dehnbar mit stark entwickeltem Scherengebiss und kräftigem Kiefer. Die mittelgroßen, ovalen Augen liegen seitwärts und sind leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun bei allen Haarfarben. Mit genügend hohem und langem Widerrist verläuft der Rücken gerade, mit einer leichten Wölbung in der Lendenpartie. Typisch für den Dachshund ist der Bau der Läufe. Sie müssen der anstrengenden Tätigkeit unter der Erde entsprechen, sind muskulös, tief und breit. In der Verlängerung der Rückenlinie angesetzt verläuft die Rute ohne starke Krümmung.

Die Haararten

Rauhaar

Er hat mit Unterwolle durchsetzte dichte und mit Ausnahme des Fanges, der Behänge und der Augenbrauen am ganzen Körper eng anliegende harte und drahtige Behaarung. Weiter hat er buschige Augenbrauen und am Fang zeigt sich ein Bart. Die Rute ist ebenfalls anliegend behaart. Normalerweise ist die Farbe saufarben, seltener sind andere Farben wie schwarzrot, braun und dürrlaubfarben..
Er entstand aus dem Kurzhaarteckel durch Einkreuzung von Pinscher, Terrier und den Dandie-Dinmont-Terrier. Gelegentlich schlägt die weichere Behaarung des Dandie-Dinmont-Terriers durch, und es kommt zu seidigem, abstehendem und oftmals auch gekocktem Fell.

Kurzhaar

Er ist die ursprüngliche Form des Teckel. Er hat kurze, dichte, glänzende und glatt anliegende Behaarung und weist keine unbehaarten Stellen auf. Er wird ein- und mehrfarbig gezüchtet wobei bei den einfarbigen Teckel rot, rotgelb und gelb dominiert. Die zweifarbigen sind tiefschwarz, braun oder grau mit weiß mit rostbraunen oder gelben Abzeichen (Brand) über den Augen, an den Seiten des Fanges, an der Unterlippe, an der Vorbrust, den Innen- und Hinterseiten der Läufe und Pfoten, um den After und von da etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Unterseite der Rute.
Die Tigerteckel haben dunkle unregelmäßig geformte Flecken auf hellen, bräunlichen, grauen bis sogar weißem Fell.
Gestomte Teckel haben auf einer roten bis gelben Grundfarbe eine dunkle Stromung.

Langhaar

Die Behaarung ist ein mit mit Unterwolle versehenes langes, seidenweiches und glänzendes Fell, welches am Körper anliegt und unter dem Hals und an der ganzen Unterseite des Körpers länger wird. Durch die langen Haare entstehen einige Besonderheiten, nämlich die Feder, so werden die langen Haare der Hinterläufe bezeichnet und die Fahne die aus den längsten Haaren an der an der Unterseite der Rute entsteht. Die Zucht erfolgt in den Farben rot und schwarz-rot. In ihm vereinigen sie Einkreuzungen von Spaniel, Wachtelhunden, Collie und Irisch-Setter.

Die Geschichte

Der Dachshund verfügt über eine außerordentlich stark entwickelte Beobachtungsgabe und vermag seine Wünsche auf so nette Art durchzusetzen, dass man ihm nur schwer widerstehen kann. Die Bezeichnung der Rasse selbst deutet an, dass der Ursprung weit zurückliegt. Alte Schriften des 9. und 10. Jh. erwähnen ihn zum ersten Mal. In altgermanischen Gesetzen nennt man ihn Canis barsarius beverarius oder bibarhunt. Alte, an Dachshunde erinnernde Hunde hatten durchweg Stehohren. Die allgemeine Auffassung gründet sich auf die Voraussetzung, dass die Entwicklung vom Torfhund, dem Bronzezeithund, über den jagenden Niederhund, den molossischen Hund bis zum teckelartigen Bracken ging. In der weiteren Zeit folgten dann der Basset und Otter Hound sowie durch verschiedenste Kreuzungen mit Terrierschlägen der Dachshund. Auch Pinscher und einige Schweißhundarten waren an der Entstehung beteiligt. Nach Festsetzung des ersten Standards 1879 verbreitete sich die Rasse schnell in der ganzen Welt, sie wurde zu einem Favoriten, so dass die Gefahr bestand und besteht, dass die hervorragenden jagdlichen Eigenschaften verloren gehen. Der Dachshund ist in der Haltung unproblematisch, nur bedarf es bei seiner Erziehung einer straffen Führung, da er viel Eigensinn entwickelt. Der Dachshund gehört zu den in Deutschland anerkannten Jagdhunderassen.

 

Ein Hoch den Kurzhaarigen

Noch eine Geschichte zur Entstehung und Entwicklung.




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