Ein alter Dackel - DTK - Gruppe Lüneburg

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Ein alter Dackel

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EIN ALTER DACKEL (TRUDE MARZIK)

Wer jung ist, hat’s im Leben leicht,
weil er ganz ohne Müh erreicht,
dass er geliebt wird -
auch ein Lackerl
verzeiht man einem kleinen Dackerl.
Wer alt ist, hat’s im Leben schwer,
man ist kein junges Hunderl mehr.
Die Straße riecht nicht mehr so richtig,
drum wird man öfter mieselsüchtig.
Man hat’s im Kreuz, ist viel zu rund,
mit einem Wort, kein junger Spund.
Am Bauch lässt man sich ungern kraulen,
weil’s peinlich ist, da muss man jaulen.
Man zittert, auch, wenn’s gar nicht kalt,
was hilft’s, man wird schön langsam alt.
Die Füß tun weh, dann ist man grantig
und gegen die Kollegen hantig.
Die Schnauze wird allmählich grau,
das Leben kennt man nun genau.

Die Menschen, die dich jetzt noch mögen,
tun’s nicht mehr der Schönheit wegen.
Die Schönheit nämlich kann vergehn,
doch wahre Liebe bleibt bestehn.

Trude Marzik

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